Das Historische Museum der Pfalz in Speyer zieht positive Bilanz

Detektive und Maya als Zugpferde

Raumaufnahme des Eingangsbereichs der Maya-Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz.Foto: Carolin Breckle

Mehr als 160.000 Besucher lautet für das Historische Museum der Pfalz in Speyer die Bilanz des Jahres 2016. Damit zählt es laut der aktuellen Statistischen Gesamterhebung an den Museen der Bundesrepublik Deutschland des Instituts für Museumsforschung in Berlin erneut zu den nur 5,1 Prozent der deutschen Museen, die mehr als 100.000 Besucher im Kalenderjahr verzeichnen.

Seit dem 2. Oktober zeigt das Historische Museum der Pfalz die kulturhistorische Ausstellung „Maya Das Rätsel der Königsstädte“, die bisher rund 40.000 Besuchern sahen. Maßgeblich mitbestimmt hat die Erfolgsbilanz des Jahres auch die Familien-Ausstellung „Detektive, Agenten & Spione“, die zwischen Oktober 2015 und Juli 2016 rund 110.000 kleine wie große Krimi-Fans besuchten. Bis zum 3. April in Speyer zu Gast war die vom Kinderhilfswerk Plan ins Leben gerufene Erlebnisausstellung „Weil wir Mädchen sind Mädchenwelten in Afrika, Asien und Lateinamerika“. Im Bereich der Historischen Schlaglichter in den Sammlungen präsentiert das Historische Museum der Pfalz seit 13. Mai „auf ewige Zeiten zugehören Die Entstehung des Rheinkreises 200 Jahre Bezirkstag Pfalz“. Seit 12. November dokumentiert die Fotoausstellung „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ Großereignisse der Ära Kohl.

Viele Besucher der Sonderausstellungen nutzen den Museumsaufenthalt auch dazu, die ständigen Sammlungen zu den Themenbereichen Urgeschichte, Römerzeit und Neuzeit sowie den Domschatz und das Weinmuseum zu besichtigen. „Nach zwei Rekordjahren mit jeweils weit über 200.000 Besuchern haben wir 2016 ein solides Ergebnis erzielt und konnten wieder viele Menschen aus ganz Deutschland und der Region anziehen. Zum Tragen kommt natürlich, dass uns aktuell bis zur anstehenden Gebäudesanierung des Museumsneubaus 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche fehlen“, so Museumsdirektor Alexander Schubert. Die Kunst sei es, trotzdem ein attraktives Angebot zu entwickeln, das die Erwartungen der Stammbesucher erfüllt und hilft, neue Museumsfreunde zu gewinnen. Die aktuelle Maya-Ausstellung bietet einen kulturhistorischen Rundgang für Erwachsene und viele Mitmach-Stationen für Kinder und Familien auf einer gemeinsamen Ausstellungsfläche von rund 1.000 Quadratmetern. Für 2017 stehen in Speyer vor allem zwei neue Großprojekte an: mit „Richard Löwenherz. König Ritter Gefangener“ knüpft das Museum  ab 17. September an die Sonderausstellung „Die Salier. Macht im Wandel“ an, die 2011 zu sehen war, und erzählt die Geschichte der Herrscher des Mittelalters weiter. Knapp acht Wochen später startet mit „Robin Hood“ eine interaktive Ausstellung des Jungen Museums, Jahrhunderts entführt.

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