Weihnachtspost vom Christkind

Rund 140.000 Wunschzettel jedes Jahr in Engelskirchen

Weihnachtspost - Rund 140.000 Wunschzettel jedes Jahr in Engelskirchen

Zehntausende Kinder in aller Welt wissen ganz genau, dass es das Christkind wirklich gibt. Denn sie erhalten Weihnachtspost aus dem oberbergischen Engelskirchen in der Nähe von Köln.
Schon seit 30 Jahren eröffnet dort das Christkind jeden November seine Schreibstube. Die Anschrift lautet: An das Christkind, 51777 Engelskirchen.
Das ist die Adresse, die nicht nur in der Adventszeit immer wieder mit Kinderhandschrift auf Briefumschläge geschrieben wird – egal, ob in Köln, Kapstadt oder Peking. Denn bei dem Himmelswesen, das sich die Kleinen gerne mit blondem Lockenhaar und Flügeln vorstellen, sind alle Wünsche traditionell gut aufgehoben. „Jeder, der uns einen Brief mit Absender schickt, bekommt eine Antwort“, sagt Britta Töllner, Post-Sprecherin mit gutem Draht zum Christkind. „Liebes Christkind, wie siehst Du aus?“, „Wo wohnst Du?“ und „Scheint bei Dir auch gerade die Sonne?“ – die Kinder haben ganz schön viele Fragen an das Christkind.

Die Wunschzettel der Kinder fallen dabei ebenso bunt und vielfältig aus wie ihre Fragen: Der fünfjährige Tim wünscht sich „alles, um ein guter Polizist zu sein“. Für Chloe wäre ein Geisterspiel „echt mega!“ und David aus Wuppertal schreibt „Ich bin´s wieder, Dein David. Ich bin ein großer Fan von Dir und möchte sooo gerne einmal mit Dir Schwebebahn fahren.“
Viele internationale Briefe erreichen das Christkind schon jetzt, rund die Hälfte der bisherigen Zuschriften kommen aus China, Taiwan und Hongkong.  Viele Absender schicken zum Beispiel chinesische Pergamentzeichnungen und bunte Scherenschnitte mit. Zhang Zing schickt mehrere Postkarten aus der Heimatstat Wuxi City mit, damit das Christkind weiß, wie es bei ihm aussieht. Aus Malaysia schickt Ivy Wünsche: „please bring happyness to all of us!“ Das Christkind kann sich vor Liebesbeweisen kaum retten. In jedem zweiten Brief stecken kleine Perlen, bunte Bilder oder Süßigkeiten um das Himmelswesen bei Laune zu halten.

Damit das Christkind neben dem Beantworten von Briefen Zeit zum Geschenke verteilen findet, hat es in Engelskirchen ein Dutzend fleißige Helfer: Diese unterstützen es dabei, den vielen Anfragen aus aller Welt gerecht zu werden und jeden Brief zu lesen. Jedes Kind, das seinen Wunschzettel bis zum 22. Dezember schickt, erhält eine Antwort.
Das Christkind berichtet darin über seine Arbeit, die Vorbereitungen auf Weihnachten und gibt Basteltipps zum Fest. Diejenigen, die ihre Post lieber persönlich übergeben und das Christkind kennen lernen wollen, empfängt es in seinem himmlischen Postamt am 11. Dezember zwischen 15 und 18 Uhr und am 12. und 13. Dezember jeweils zwischen 13 Uhr und 18.30 Uhr auch persönlich. An den drei Tagen können die Kleinen ihren Wunschzettel persönlich in der Filiale am Engels-Platz 2 in Engelskirchen abgeben und das Christkind mit all ihren Fragen löchern.
Alle, die auf eine persönliche Antwort warten, sollten bis zum 22. Dezember schreiben.