Fest für 60 Jahre Abenteuerspielplatz Erlenhof

Guter Grund zu feiern

Foto: Stadt Mannheim

Beim Jubiläumsfest wurden jetzt sechs Jahrzehnte kommunale Jugendarbeit auf dem Abenteuerspielplatz Erlenhof gewürdigt. Als einer der ersten Abenteuerspielplätze in der jungen Bundesrepublik Deutschland wurde der damalige „Indianerspielplatz“ 1955 in der Neckarstadt-West eröffnet.

„Er ist sowohl in seiner einzigartigen Bauweise und Landschaft als auch in seinem demokratischen, völkerverständigendem und partizipatorischem Ansatz fast schon als Denkmal der praktizierten Demokratisierung der Bundesrepublik Deutschland zu sehen“, sagte Jugendbürgermeisterin Dr. Ulrike Freundlieb beim Jubiläumsfest.
Die Idee für den Abenteuerspielplatz hatte Fritz Häfelinger, der damalige Leiter des Jugendheims Erlenhof. Um die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in der stark zerstörten Stadt zu ermöglichen, wollte er ihnen einen Spielraum jenseits der Ruinen bieten.
„Neben Mitarbeitern des Jugendheims und zahlreichen Jugendlichen wirkten Freiwillige des Internationalen Jugend-Gemeinschaftsdiensts und des Internationalen Zivildiensts sowie amerikanische Armeeeinheiten und städtische Ämter an der Umsetzung mit. Es wurden mehr als 20.000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Mit Spenden von Bürgern und Firmen sowie Zuschüssen von Stadt und Land wurden die Arbeiten finanziert.“ So entstand aus dem einstmals flachen Gelände eine einmalige Spielelandschaft mit Berg und Tal, Höhlen und Gängen, Hütten und Sträuchern, die fünf Kontinente wurden abgebildet und als „Herzstück“ ein See mit einem Wasserfall. Aus 15.000 Kubikmeter Boden und Trümmerschutt wurde eine Gebirgslandschaft mit bis zu 16 Metern Höhenunterschied mitten in der Neckarstadt-West geschaffen.
Noch im Jubiläumsjahr bekommt der Spielplatz eine Hangrutsche und Sanierungsmaßnahmen an den Wasserspielen und den Hütten stehen bevor.