aus aktuellem Anlass

Mannheim: Wieder Videoüberwachung in der Innenstadt

Diese Tat ist entsetzlich und unerträglich“, kommentierte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Vergewaltigung einer Frau vor kurzem am Mannheimer Wasserturm.

„Der Staat muss in der Lage sein, seinen Bürgern Sicherheit und Schutz zu gewähren. Durch eine Kette von Vorkommnissen ist das Vertrauen erschüttert. Durch die neue Dimension der Aufgabe, die sich uns zeigt, brauchen wir aber die Bündelung aller Kräfte, von Bund, Land und den Kommunen“, ist sich Kurz sicher. Und er ergänzt: „Ich hoffe sehr, dass der oder die Täter schnell ermittelt werden.“

Die Stadt Mannheim steht in einem ständigen, engen Kontakt mit der Polizei, um regelmäßig über die Lage und die entsprechenden Einsatzkonzepte der Polizei informiert zu sein. Kurz fordert in diesem Zusammenhang in Richtung Landesregierung nach wie vor mehr Polizeikräfte, auch wenn überall die Bedarfe steigen, um Störungen zu verhindern und bei Bedarf eine schnellere Reaktion gewährleisten zu können. „Wir haben in der Metropolregion Rhein Neckar und in Mannheim eine besondere Situation, die stärker berücksichtigt werden muss. Ich habe deshalb erneut Verstärkung und die Einrichtung einer Polizeiwache auf Benjamin-Franklin verlangt“, berichtet Kurz.

So wird derzeit gemeinsam mit der Polizei die Wiedereinführung der erfolgreichen und auf unmittelbare Reaktion gerichteten Videoüberwachung in der Innenstadt vorbereitet. Die Videokameras am Paradeplatz, am Marktplatz und am Neckartor sollen reaktiviert werden, eine Videoüberwachung für den Vorplatz am Wasserturm wird ebenfalls geprüft. Zu den Maßnahmen der Stadt gehört ebenfalls eine Anpassung der Einsatzkonzepte für den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD). So wird es auch hier eine Konzentration der Einsatzkräfte geben. Außerdem wird der KOD verstärkt im Jungbusch und in der Neckarstadt-West präsent sein, um ein deutliches Signal zu setzen, dass Regeln und Gesetze eingehalten werden müssen und Zuwiderhandlungen sanktioniert werden. „Auch im Bereich des öffentlichen Personenverkehrs wird es verstärkte Sicherheitsmaßnahmen geben, vor allem im präventiven Bereich“, erläutert Specht. Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) rüste deshalb ihre Fahrzeugflotte kontinuierlich mit Überwachungskameras auf. Die Busse seien bereits zu 100 Prozent mit Kameras ausgerüstet, bei den Bahnen liege die Ausrüstungsquote bei knapp über 40 Prozent, so der ÖPNV-Dezernent Specht.