Optische Basteleien mit dem EMBL

Fluoreszenzmikroskope im Klassenzimmer

EMBL-Forscherin Giulia Paci (r.) zeigt IGH-Schülerinnen, wie man Präparate vorbereitet. Credits: Emma Steer/EMBL

Das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL) ist Europas führendes Forschungsinstitut in den Lebenswissenschaften und hat seinen Hauptsitz in Heidelberg. Hier untersuchen Wissenschaftler die molekulare Maschinerie des Lebens. Am EMBL entwickelte Mikroskope helfen nicht nur zu verstehen, wie das Leben auf kleinster Ebene funktioniert, sondern werfen auch ein Licht auf scheinbar komplizierte Physik-Themen.

In einem innovativen Projekt macht EMBLs Bildungseinheit European Learning Laboratory for the Life Sciences (ELLS) den Schülern der Internationalen Gesamtschule Heidelberg (IGH) Fluoreszenz und Optik im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Im Januar und Februar kamen junge Forscherinnen und die ELLS-Trainerinnen an vier Tagen ins Klassenzimmer. Mit im Gepäck: drei in Einzelteile zerlegte Fluoreszenzmikroskope, die am EMBL designt wurden. Nach kurzen Vorträgen der Forscherinnen durften die Schüler der 9. Klasse selbst Hand anlegen – und zeigten sich begeistert vom Mitmach-Unterricht: „Anfangs fand ich es schwierig“, sagt eine 15-jährige Schülerin beim Zusammenschrauben eines Objektivs, „aber es hat großen Spaß gemacht, alles selber zu machen. Ich hatte das Gefühl in einem echten Labor zu arbeiten!“ Nebenbei lernen die Schüler neugierig zu sein, kurz: Forscher zu sein. Im März werden sie die mit den selbstgebauten Mikroskopen aufgenommenen Bilder in einer Poster-Session präsentieren.

Ermöglicht wurde das Lernerlebnis durch die Spenden regionaler Förderer. ELLS möchte die Mikroskope, Protokolle und begleitende Unterrichtsmaterialien in Zukunft auch anderen Schulen kostenlos zur Verfügung stellen. www.embl.org/