Lesen in den Sommerferien?

Empfehlungen an Eltern, täglich 10 Minuten mit Kindern lesen zu üben

Bild: Stiftung Lesen

Eine Umfrage der Stiftung Lesen mit 700 Lehrkräften der 4. und 5. Klassen zeigt: Ein Drittel von ihnen erlebt, dass einige oder sogar die Mehrzahl ihrer Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien schlechter lesen als zuvor. Betroffen seien eher die Kinder, die wenig Unterstützung von ihren Eltern erfahren (72 Prozent) und in ihrer Freizeit kaum lesen (79 Prozent).

Die Pädagogen empfehlen, dass Eltern auch in den Sommerferien 10 Minuten täglich mit ihren Kindern das Lesen üben. So können sie gut gerüstet in das neue Schuljahr starten.

Um Kinder und Eltern für das Lesen und Vorlesen im Sommer zu begeistern, tourt die Stiftung Lesen vom 13. bis 30. Juli mit der Bücherbadetour quer durch Freibäder in ganz Deutschland – von Flensburg bis München. Der Tourbus ist bepackt mit Büchern, Spielen, einer Fotobox und vielen Überraschungsaktionen für Kinder von drei bis neun Jahren und ihre Familien.

„Gerade Kinder, die Probleme in der Schule haben, brauchen Ferien und Zeit mit der Familie“, erklärt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, das Engagement in der Sommerpause. „Viele Eltern verlieren in den Sommerferien jedoch das Lesen aus dem Blick. Dabei eignet sich die freie Zeit hervorragend, um ohne Druck jeden Tag gemeinsam das vorzulesen und zu lesen, was die Kinder interessiert. Das macht Spaß und erleichtert den Schulstart enorm.“

An allen Stationen arbeitet die Stiftung Lesen mit lokalen Büchereien, Leseinitiativen sowie Buchhandlungen zusammen. Sie sind wichtige Partner, um die Familien auch dann noch mit Büchern, Zeitschriften und Hörspielen zu versorgen, wenn die Freibäder längst geschlossen sind. Die Bücherbadetour steht unter der Schirmherrschaft der Welt- und Europameisterin im Schwimmen Franziska van Almsick.

Alle Tourdaten, passende Leseempfehlungen sowie Infos und Videoclips rund um die Bücherbadetour finden sich auf der Projekt-Seite von Stiftung Lesen, HIER.