Gespräch mit Erzieherinnen über Perspektiven

Imagewandel sozialer Berufe


Werte, Wahrnehmungen und Wünsche für ihren Beruf standen im Mittelpunkt eines „Werte-Labors“ mit Erzieherinnen und Erziehern, das Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey vor kurzem in Berlin besucht hat. 24 Erzieherinnen und Erzieher haben in einem gemeinsamen, kreativen Prozess den Wert ihrer Arbeit und Zukunftsperspektiven herausgearbeitet und dazu Objekte hergestellt.

Ministerin Giffey: „Es ist ein einzigartiger und sehr anspruchsvoller Beruf, Kinder auf ihren Lebens- und Bildungswegen so zu fördern und zu begleiten, dass sie ihre Chancen im Leben wahrnehmen können. Erzieherinnen und Erzieher müssen sich und ihren Beruf bei all den gesellschaftlichen Veränderungen auch immer wieder neu erfinden. Sie sind die ersten, die mit verschiedensten jungen Menschen umgehen und Gemeinschaft schaffen. Soziale Berufe brauchen die Wertschätzung der Gesellschaft. Wenn wir Kitas als Bildungseinrichtungen begreifen, ist klar, dass es um pädagogische Fachkräfte geht. Der Beruf braucht einen Imagewandel: Erzieherinnen und Erzieher arbeiten nicht in der Betreuung von Kindern, sie sind echte Vorschulpädagoginnen und -pädagogen. Ich setze mich dafür ein, diese Berufe noch attraktiver zu machen – in der Ausbildung genauso wie später im Berufsleben.“

Im Projekt „Mehr-Wert“ entwickelt das Fraunhofer IAO/Center for Responsible Research and Innovation im Auftrag des Bundesfamilienministeriums neue Werte- und Zukunftsbilder für soziale Berufe. Ziel ist  ein Imagewandel und die Aufwertung dieser Berufsgruppe. Ministerin Giffey: „Der Erzieherberuf ist wie andere pädagogische und soziale Berufe ein Beruf der Zukunft. Wir wollen die Rahmenbedingungen dafür weiter verbessern und für mehr Anerkennung und Wertschätzung sorgen. Das tun wir mit dem Bundesprogramm Fachkräfteoffensive für Erzieherinnen und Erzieher ab diesem Jahr und den Angeboten im Gute-KiTa-Gesetz. Es geht um starke Impulse an Länder und Kommen für mehr vergütete Ausbildungsplätze, Praxisanleitung und die Förderung von beruflicher Weiterentwicklung.“