Der ganze Pausenhof ist das Spielgerät

Stephen-Hawking-Schule: Kinder gestalten den Pausenhof

Dank einer äußerst großzügigen, anonymen Spende im sechsstelligen Bereich konnte dieser ganz besondere Pausenhof realisiert werden“, sagte Dr. Tobias Böcker, Geschäftsführer der SRH Schulen GmbH, zur Eröffnung des naturnahen Spielgeländes für die Orientierungsstufe der SRH Stephen-Hawking-Schule in Neckargemünd. „Das passt zum Thema Inklusion“, betonte Böcker, „die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern mit und ohne Körperbehinderungen wurden bei Planung und Bau berücksichtigt“.

Nach dem Vorbild des als „Schulhof der Zukunft 2015“ ausgezeichneten Pausenhofs der Primarstufe ist nun auch für die Klassen 5 und 6 ein vielseitiges, in weiten Teilen barrierefreies Areal zum Spielen, Toben und Ruhe finden entstanden. Auf 450 Quadratmetern mit zum Teil sehr steilem Hang gibt es nun eine Hangrutsche, ein Baumhaus, eine Boulderwand sowie Robinienstämme zum Klettern, außerdem Kletter- und Sitzsteine, Dschungelpfade, Kletter- und Chillnetze und viel, viel mehr.

„Wir haben dafür die besten Experten gefunden“, sagte Thomas Bohnert, Schulleiter der inklusiven SRH Stephen-Hawking-Schule. Er meint damit die Schüler der Orientierungsstufe, die ihre Ideen einbringen und „ihren“ Schulhof zunächst als Modell entwerfen durften. Fast alle Ideen, 85 Prozent, konnten die Landschaftsarchitekten Dorothee Dernbach und Stefan Wrobel tatsächlich in die professionelle Planung übernehmen.

An Wochenenden und in Projektwochen rodeten, buddelten und bauten fast 200 große und kleine Leute zielstrebig an „ihrem“ Projekt. Neben den Schülern auch die Eltern, Praktikanten, Freiwilligen der Firma SAP und Lehrkräfte. „Entstanden ist kein Spielplatz mit klassischen Spielgeräten“, erklärte Thomas Bohnert, sondern „das gesamte Gelände ist das Spielgerät“. So könne Streit von vornherein vermieden werden. Regionalleiter Karl-Reinhold Schmitz erklärte während der feierlichen Übergabe des grünen Schulhofs: „Wir pflanzen Bäume nicht für uns, wir pflanzen Bäume für nachkommende Generationen. Und so hoffe ich, dass noch viele Kinder an diesem Grün Freude haben werden.“