AOK-Präventionsexpertin nennt Regeln für den Umgang mit Medien

Medien gemeinsam entdecken

Foto: AOK-Mediendienst

Medien bieten unzählige Möglichkeiten zur Information, zur Interaktion und zur Unterhaltung. Ein Leben ohne Medien ist heute unvorstellbar. Zugleich birgt der Umgang mit der elektronischen Welt vielfältige Gefahren wie Internet-Kriminalität, Cyber-Mobbing oder Kostenfallen bei Bezahlseiten.

Umso wichtiger ist es, dass Kinder schon frühzeitig Medienkompetenz erwerben. Bereits im Vorschulalter können sie spielerisch an den kritischen Umgang mit Handy, Internet & Co. herangeführt werden. Doch wie unterstützen Eltern ihre Kinder bei diesem Lernprozess verantwortungsvoll?

„Ein entscheidender Schritt ist, dass Eltern die mediale Welt gemeinsam mit ihren Kindern entdecken. Indem sie zusammen mit ihrem Nachwuchs Filme anschauen oder im Internet recherchieren, behalten sie den Überblick und können ihr Kind inhaltlich anleiten. Gerade bei der Mediennutzung haben Eltern eine entscheidende Vorbildfunktion“,

lautet die Erfahrung von Evi Weber, Präventionsexpertin bei der AOK Mittlerer Oberrhein.

Konkret empfiehlt sie, klare Regeln in einem Wochenplan aufzustellen. So wird festgelegt, wann und wofür TV, Smartphone und Computer eingeschaltet werden dürfen.

Alltagstaugliche Hinweise darüber, welche Beschränkungen sinnvoll sind, finden sich auf der AOK-Homepage unter dem Stichwort Medienerziehung kompakt zusammengefasst. Dort können sich Eltern auch darüber informieren, wie umfangreich der tägliche Medienkonsum in welchem Kindesalter sein sollte. Eltern fragen häufig danach, ob es ratsam sei, dass Kinder schon von klein auf über eigene Geräte verfügen.

„Diese Entscheidung hängt letztendlich von der familiären Situation und der Reife des Kindes ab“,

gibt die AOK-Expertin zu bedenken.

“Neben der Begleitung in der digitalen Welt ist es entscheidend, dass Kindern viele ganzheitliche Sinneserfahrungen geboten werden. Bewegung, draußen in der Natur, sollte so häufig wie möglich in die gemeinsame Familienzeit eingeplant werden.”