Am 4. Februar: Ein Tag an der Waldorfschule in Mannheim

Angstfrei lernen – selbstbewusst handeln

Waldorfschüler können „ihren Namen tanzen“ – das weiß jeder – aber sie können noch viel mehr: heißes Eisen schmieden, Kostüme für das eigene Theaterprojekt nähen, im Schulorchester spielen oder ein Referat vor 100 Leuten halten. Das Ganze ohne Notendruck und Sitzenbleiben mit oft überdurchschnittlich guten Abschlüssen in allen Schularten. Wie ist das zu schaffen? Die Freie Waldorfschule in Mannheim-Neckarau lädt ein, dies am Samstag, 4. Februar, herauszufinden!

Informationstage gibt es viele – aber ein Tag an der Waldorfschule ist etwas Besonderes. Was unterscheidet die Waldorfschule von anderen Schulen? Die Waldorfschule geht von der individuellen Entwicklung jedes Kindes aus: was an Begabungen und Fähigkeiten hervorgelockt werden kann, steht im Mittelpunkt des Unterrichts. Darum sieht Unterricht an einer Waldorfschule manchmal etwas anders aus als man sich das vorstellt: da wird im bewegten Klassenzimmer des ersten Schuljahres mit allen Sinnen gelernt und der Stoff „begreifbar“ aufbereitet – durch Malen, Singen, Klatschen, Balancieren, Erzählen und Zuhören. Schritt für Schritt wird in den kommenden Jahren intellektuelles Wissen integriert. Im Anschluss an die Waldorfschulzeit, nach zwölf Jahren, werden alle staatlichen Abschlüsse angeboten und überdurchschnittlich gut abgelegt. (Auf das Abitur wird in einem weiteren Schuljahr vorbereitet). Hinzu kommen für die Schüler unvergessliche Erlebnisse aus verschiedenen Praktika, von Klassenfahrten nach Italien oder Griechenland, aus Theaterprojekten, die die Klassengemeinschaft stärken oder durch individuelle, frei gewählte Jahresthemen, deren Ausarbeitung oft schon Spuren für die künftige Studien- und Berufswahl legen. Das kann die Restauration eines Oldtimers sein oder eine Facharbeit zur „tiergestützten Intervention“, der Bau eines Schreibtisches oder eine philosophische Arbeit zum Thema „Glück“.

Am 4. Februar um 9 Uhr zeigen die Klassen 2 bis 5, was sie in den vergangenen Wochen gelernt haben. In der Pause dazwischen gibt es Kaffee und Kuchen aus der eigenen Schulküche in Bio-Qualität und die Möglichkeit, sich am Infostand zu einer der Schulführungen durch die Klassen und über das Gelände anzumelden. Hier besteht auch die Gelegenheit, Fragen zur Schule und zur Waldorfpädagogik zu stellen. Auch Fragen zu allgemeinen Aufnahmebedingungen, zu den Schulabschlüssen und zum Quereinstieg in bestehende Klassen können beantwortet werden. Schulführungen finden zur vollen Stunde um 10, 11 und um 13 Uhr statt (jeweilige Dauer: ca. 45 Minuten).

Vielleicht ist für die Besucher zu spüren, was für alle Waldorfschulen gilt und wie ein unsichtbares Motto über allem steht: Angstfrei lernen – selbstbewusst handeln! Gerade letzteres erweist sich in den immer komplexer werdenden Lebensumständen der Kinder als eine Notwendigkeit, um zum Meister der eigenen Biographie zu werden.

Kontakt: Freie Waldorfschule Mannheim, Neckarauer Waldweg 131 in 68199 Mannheim, Telefon 0621 1286100. Weitere Infos unter www.waldorfschule-mannheim.de