Heiße Luft in der Tüte

Größte Forscherstation der Region eröffnet

Schulleiter Dietmar Leder half beim ersten Experiment mit den neuen Forscherkisten.

Rund 40 Forscherkisten warten auf ihren Einsatz im Klassenzimmer. In der Schillerschule Wiesloch konnte Anfang Juli die größte Forscherstation in der Region eröffnet werden. Ausgestattet ist jede Kiste mit Anregungen und Materialien, wie mit Alltagsgegenständen Naturphänomene entdeckt werden können. Die Forscherstation geht auf die Anregung des Heidelberger Kompetenzzentrums für frühe naturwissenschaftliche Bildung zurück. Die Patenschaft hat die Bürgerstiftung Wiesloch übernommen, die die Schule schon bei mehreren Projekten unterstützt hat.

„Die Luft kommt in die Tüte, sie wird ganz prall und steigt dann ein bisschen nach oben“, mit diesen Worten fasst Thea aus der 3 b der Schillerschule in Wiesloch ihre Beobachtung zusammen. Gerade hat sie mit ihrer Klassenlehrerin Jennifer Hodel und ihren Mitschülern die Kiste „Fliegende Tüten“ ausprobiert. Die Kinder können hier entdecken, was passiert, wenn eine Tüte mit der Öffnung nach unten in einigem Abstand über einen Toaster gehalten wird: Die erwärmte Luft steigt in die Tüte und lässt diese nach oben schweben. „Selbstverständlich dürfen das die Kinder nur unter Aufsicht ausprobieren“, erläutert Jennifer Hodel.

Gemeinsam mit vier anderen Kolleginnen und Kollegen hat sie die Forscherstation in der Schillerschule eingerichtet. „In nur sechs Monaten haben meine engagierten Kollegen eine Forscherstation aufgebaut, die sich mit dem Heidelberger Vorbild messen kann“, freut sich Schulleiter Dietmar Leder. In Heidelberg können sich pädagogische Fachkräfte aus Kita und Grundschule in der Materialbibliothek des Klaus-Tschira-Kompetenzzentrums für frühe naturwissenschaftliche Bildung kostenlos zur didaktischen Gestaltung von Lernumgebungen beraten lassen und Materialien ausleihen. Zum Angebot des Kompetenzzentrums gehören ebenfalls kostenlose Fortbildungen und Workshops, in denen die Pädagogen naturwissenschaftliche Lernumgebungen selbst erleben können und Tipps bekommen, wie sie sie in ihren Unterricht aufnehmen können.

Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.forscherstation.info