Statistik: Betreuungsquote der unter Dreijährigen

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Mit 61,8 % hatte der brandenburgische Landkreis Spree-Neiße zum Stichtag 1. März 2016 die bundesweit höchste Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren. Die Statistik von Bund und Ländern wirft auch einen Blick auf Heidelberg.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt mitgeteilt hat, wurden in 66 der 77 ostdeutschen Landkreise und kreisfreien Städte (einschließlich Berlin) mehr als 50 % aller Kinder unter drei Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Die geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 14,3 % auf.

Bei der Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung handelt es sich um tatsächlich zum Stichtag 1. März 2016 betreute Kinder. Bei den Kindern im Alter von zwei Jahren hatten 75 von 77 ostdeutschen Kreisen eine Betreuungsquote von mindestens 80 %. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von drei der insgesamt 325 Kreise erreicht.

Den höchsten Anteil an zweijährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es im brandenburgischen Kreis Elbe-Elster (99,9 %). Bei den einjährigen Kindern lag in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März in fast allen Kreisen (in 76 von 77 Kreisen) bei mindestens 50 %.

Dagegen gab es angeführt von Heidelberg (62,7 %) insgesamt nur fünf westdeutsche Kreise und kreisfreie Städte mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den einjjährigen Kindern wies die Stadt Frankfurt (Oder) mit 84,5 % auf. Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter einem Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in Ostdeutschland bei 3,9 % und in Westdeutschland bei 2,2 %. Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Kindertagesbetreuung regional 2016“ hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zur Verfügung stellt. Die Publikation – mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2012, 2013, 2014, 2015 ist hier, auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes einseh- und downloadbar.