Sahra Mirow, Die Linke

Sahra Mirow, Die Linke

Rhein-Neckar-Kind: „Frau Mirow, bitte erläutern Sie kurz die wichtigsten Problemfelder, die Sie mit Ihrer Familienpolitik in Angriff nehmen werden, und äußern Sie sich, inwiefern das Armutsrisiko und die angespannte Wohnsituation für Familien dazu gehören.“

Sahra Mirow, Die Linke Wahlkreis 274 Heidelberg-Weinheim:

Armut in Deutschland nimmt zu, das ist eine traurige Tatsache. Jedes fünfte Kind wächst inzwischen armutsgefährdet auf und das ist, gerade auch in einem reichen Land, ein Armutszeugnis. Schöne Sonntagsreden helfen da nicht weiter, stattdessen muss endlich gehandelt werden.

Als Linke setze ich mich deswegen für eine eigene Kindergrundsicherung und für eine sofortige Erhöhung des Kindergeldes ein. Wohlhabende Eltern können für ihr Kind einen höheren Betrag steuerlich absetzen, als Eltern mit geringerem Einkommen an Kindergeld bekommen. Das ist ungerecht – alle Kinder müssen gleich viel wert sein.

Kinderarmut bekämpfen heißt auch, dass ich mich gegen Niedriglöhne und für eine Mindestsicherung von 1050 Euro im Monat einsetze. Atypische Jobs wie Leih- und Zeitarbeit müssen gestoppt werden. Denn gerade für junge Menschen ist die eigene Zukunft immer schwerer planbar geworden, da sie oft nur befristet eingestellt werden. Und wir brauchen dringend mehr bezahlbaren Wohnraum. Gerade Familien müssen beim Erwerb von Wohneigentum besser unterstützt werden.

Familienpolitik bedeutet für mich aber auch, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Dazu gehört ein flächendeckendes, bezahlbares Angebot an Kinderbetreuung. Frauen leisten zudem den weitaus größeren Teil der Erziehungs-, Pflege- und Hausarbeit und sind damit Mehrfachbelastungen ausgesetzt. Hier brauchen wir eine gesellschaftliche Diskussion über eine gerechtere Arbeitsverteilung und kinderfreundliche Arbeitszeitmodelle.”

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