Mehr Lohngerechtigkeit am Equal Pay Day gefordert

Erzieher mit im Fokus

Foto: RainerSturm/pixelio.de

Der Equal Pay Day, Aktionstag gegen die ungerechte Bezahlung von Frauen und Männern, stand am 19. März an. Das Motto in diesem Jahr: „Transparenz gewinnt“. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes liegt die Lohnlücke nach wie vor bei 21 Prozent.

„21 Prozent Lohnunterschied sind ein Skandal“, sagte Bundesfrauenministerin Dr. Franziska Giffey: „Frauen haben die gleichen Rechte und Pflichten wie Männer. Trotzdem gibt es Unterschiede in der Bezahlung. Ich sage deutlich: Frauen verdienen mehr! Wir kennen die Ursachen für die Lohnlücke: Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit – oft auch unfreiwillig. Deshalb ist es gut, dass das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit jetzt endlich rasch umgesetzt wird. Frauen arbeiten oft in Berufen, die schlechter bezahlt werden und sie werden schlicht und einfach bei Lohnverhandlungen anders behandelt als Männer.“

Im Fokus von Ministerin Giffey stehen besonders die Sozial- und  Pflegeberufe: „Erzieherinnen und Erzieher, Pflegerinnen und Pfleger sind knapp – auch deshalb, weil sie nicht gut bezahlt werden. Wir müssen die Arbeitsbedingungen in den sozialen Berufen verbessern. Das steht im Koalitionsvertrag, das werden wir umsetzen. Denn gute Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen sind eine Frage der Gerechtigkeit für Frauen und auch für Männer. Deshalb müssen wir das Entgelttransparenzgesetz bekannter machen und im Auge behalten, wie es wirkt. Denn „Transparenz gewinnt“, machte Giffey deutlich. Transparenz ist ein Schlüssel zu mehr Lohngerechtigkeit. Das im Juli 2017 in Kraft getretene Entgelttransparenzgesetz schreibt den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ ausdrücklich fest. Unternehmen und öffentlicher Dienst sollen sich mit den Ursachen der Lohnlücke auseinandersetzen. Mit dem individuellen Auskunftsanspruch, der Aufforderung zu betrieblichen Prüfverfahren und der Berichtspflicht für große Unternehmen wurden drei Instrumente für mehr Transparenz der Bezahlstrukturen eingeführt.