Grillsaison – Editorial im Mai

Editorial von Christoph Winter

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

haben Sie schon die Grillsaison eröffnet? Falls ja, und Sie sind dann auch noch stolze Besitzer einer schönen Terrasse oder einem Garten sind, na dann grillt es sich doch gleich viel ungenierter. Hier kann man noch, sofern die jeweiligen Grundstücke dementsprechend auseinander liegen, so richtig mit Holzkohle „Gas“ geben. Nun ist diese Art der  Zubereitung  des Grillgutes leider nicht überall erwünscht. All diejenigen, die in der Stadt leben und sich zumindest über ein kleines Plätzchen im Freien, in Form eines Balkons erfreuen dürfen, haben es hier bei einem netten gemütlichen Grillabend schon bedeutend schwerer. Ich kann ein Liedchen davon singen. Ich wohne  in der Stadt und jedes Jahr aufs  Neue stellen sich mir die Fragen: „Wie oft darf ich denn überhaupt im Monat grillen? Muss ich den Nachbarn  Bescheid geben? Hängt die Wäsche der Nachbarn auf dem Balkon?“

Eines vorweg, eine gesetzliche Grundlage wie z.B. ein „Bundes-Grillgesetz“ existiert nicht. Allerdings, sofern eine Hausordnung des Vermieters vorhanden, kann das Grillen auf zwei Mal im Monat beschränkt werden. Man hat sich somit daran zu halten. In unserem Mietshaus gibt es keine Hausordnung zu diesem Thema und das ist auch gut so. Man fühlt sich freier. Auf Holzkohle verzichte ich gänzlich, um mich den möglichen Belästigungsvorwürfen zu entziehen und verwende daher lieber gleich einen guten Elektrogrill. Die Resultate kommen bei meiner Familie recht gut an, so dass hier kein Wechsel vorgenommen werden muss. Den Nachbarn gebe ich meistens nicht Bescheid, da es doch recht mühsam ist, jedes Mal dem ganzen Haus mitzuteilen, dass die Familie Winter einen Grillabend vorbereitet. Wen es stört, die oder der darf sich dann gerne bei uns melden. Wir werden eine Lösung finden. Vielleicht auch bei einem Gläschen Wein. Uns ist gute Nachbarschaft wichtig. Leben und leben lassen. Umgekehrt schließen wir einfach unsere Fenster und gönnen den Nachbarn die Freude am Grillen. Sollte allerdings einer auf die Idee kommen, einen großen Smoker auf dem Balkon in Betrieb zu nehmen, dann, ja dann…    

  möchten wir natürlich eingeladen werden. Und nicht vergessen, die erste Wespe ist der Spion für alle anderen!

Wichtig ist mir noch folgender Hinweis der Initiative für brandverletzte Kinder, Paulinchen e.V.: Niemals flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin verwenden – weder zum Anzünden noch zum Nachschütten – Explosionsgefahr!

Wenn Sie das alles verinnerlicht haben, wünsche ich Ihnen wie immer viel Spaß beim Lesen unserer neuen Ausgabe und natürlich auch beim beim Grillen.

Ihr