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Einschulung – Oktober-Editorial von Christoph Winter

Editorial von Christoph Winter

Liebe Leserinnen & Leser,

hoffentlich sind Sie alle gut erholt aus den Sommerferien zurückgekehrt, haben die Akkus aufgeladen und gehen jetzt wieder voller Tatendrang an die Arbeit. Und natürlich haben Sie auch schon das neue RHEIN-NECKAR-KIND vor Augen, das Sie bestimmt auch schon im Urlaub in Form der September-Ausgabe online gelesen haben.

Ein ganz wichtiges Anliegen ist mir, alle Schulnovizen in Ihrem neuen „Lebensabschnitt“ willkommen zu heißen. Die Einschulung ist ein großes Ereignis für die ganze Familie. Die Vorbereitungen, die Nervosität, die Schultüte. Können Sie sich eigentlich noch an Ihren ersten Schultag erinnern? Gar nicht so einfach, je nachdem mit welchem Alter man gerade gesegnet ist. (Kleiner Spaß am Rande.)

Apropos Schultüte, an die kann ich mich noch gut erinnern. Groß musste Sie sein, schließlich sollte ja auch anständig etwas hineinpassen und auffallen musste Sie auch. Meine war rot-weiß gestreift, quer. Es gab keine Tüte von der Theke, nein, mein Vater hat sich die Mühe gemacht, mir eine einzigartige Tüte zu erschaffen. Der Karton musste die richtige Dicke haben, das Rot musste knallen. Kurz gesagt, es sollte ein Füllhorn der Freude entstehen. Eine gaaaanz groooße Tüüüüüte nur für mich allein, mit viel lecker Inhalt. Um den hat sich dann liebevoll meine Mutter gekümmert.

Ganz so lecker war der Inhalt dann leider doch nicht, schließlich heißt es ja Schultüte und was kommt da hinein? Richtig: was zum Lernen. Der „Launepegel“ ging beim Auspacken auch gleich etwas runter. Schreibutensilien, Mäppchen, kreatives Spielzeug zur Förderung des logischen Denkens… Da ist die Tüte recht schnell aufgefüllt. Rein vom Gewicht her, hätte ich diese wohl eher mit dem Gabelstapler vor das Schulportal fahren lassen sollen, aber irgendwie habe ich es dann doch hinbekommen. Okay, ich gebe zu, ein wenig Übertreibung muss sein. Ganz so schlimm war es dann doch nicht. Und der leckere Inhalt? Der befand sich natürlich ganz im unteren Gefilde meiner Schultüte. Wahrscheinlich hatten sich meine Eltern vorher noch einmal mit dem Zahnarzt unterhalten und sich dessen Tipps zu Herzen genommen. Bloß keine Zuckerstangen!

Trotzdem gab es Sie: Zwei große, schön in Folie verpackte Zuckerstangen und noch ein wenig mehr der Dinge, die Kinderherzen schneller schlagen lassen. Ich war jedenfalls happy, es war ein „Hotspot“ meines Lebens. Die Klassenlehrerin war ganz nett und die Mitschüler ebenfalls. Bis zum heutigen Tag begleitet mich noch aus dieser Zeit mein bester Freund! Und wenn man mal wieder gemeinsam einen gemütlichen Abend verbringt, dann packt man durchaus mal wieder die alten Schulgeschichten aus und lacht über den einen oder anderen Schabernack, den man so getrieben hat. Der bleibt einem komischerweise immer gerne in Erinnerung.

Konnte ich Ihnen ein wenig helfen, in Ihren eigenen Schulerinnerungen zu schwelgen? Ich hoffe es. Und ich hoffe, es waren schöne Erinnerungen, die Sie bis heute in sich tragen. Und eines Tages wird es Ihren dann erwachsenen Kindern bestimmt genauso gehen, weil Sie dafür gesorgt haben, diesen Tag der Einschulung zu einem unvergesslichen zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wie immer viel Spaß

beim Erkunden des neuen RHEIN-NECKAR-KIND –

unter anderem mit dem schönen Thema „Medien & Lernen“.

Ihr

Christoph Winter