Drei Platanen am Spielplatz Fontanesistraße in Frankenthal

Maßnahmen für Kinder und Eltern

Foto: Stadt Frankenthal

Der Spielplatz an der Kleingartenanlage Sonnenbad in der Fontanesistraße in Frankenthal wird gerne von den Bürgern mit ihren Kindern genutzt. Am südlichen Rand stehen vier Platanen in einer Reihe, die die Fläche beschatten. Seit einigen Jahren hat sich dort eine kleine Kolonie von Saatkrähen angesiedelt. Dies führt alljährlich zu Beschwerden, wegen der Verschmutzung der Anlage durch herabfallendes Nistmaterial und Kot der Tiere, insbesondere während der Brut- und Aufzuchtzeit. Somit war die Anlage im letzten Jahr zeitweise gesperrt. In diesem Jahr wird ein neuer Versuch getestet.

Die untere Naturschutzbehörde der Stadt Frankenthal hat in Zusammenarbeit mit der Bachelorstudentin an der TH Bingen, Jessica Sentpali, dieses Konzept entwickelt: Eine Platane (am Rand der Anlage) auf der Fläche soll als „Krähenbaum“ genutzt werden. Das heißt, dass die Nester auf den drei übrigen Platanen auf den „Krähenbaum“ umgesetzt werden. „Wir haben hier einen innovativen Ansatz, der hinsichtlich der vielen Probleme, die uns die Saatkrähe in Frankenthal bereitet, der vielleicht ein erster Schritt in die richtige Richtung sein könnte“, so Bürgermeister Bernd Knöppel.

Die übrigen drei Platanen werden so beschnitten, dass sie zum Nestbau ungeeignet sind. Dafür werden entsprechende Astgabeln von einem Baumpfleger fachgerecht entfernt. In der Zeit des Nestbaus wird regelmäßig kontrolliert, damit an diesen Bäumen frühzeitig erneuter Nestbau durch Entfernen des Nistmaterials verhindert werden kann. Mit einem, auf diesen speziellen Einzelfall zugeschnittenen Lösungsansatz, soll nun die geschilderte Problematik angegangen und eine Sperrung des Spielplatzes vermieden werden. Die ersten Maßnahmen wurden am 6. Februar gestartet. Der Kinderspielplatz wird für den Zeitraum des Hauptbrutgeschäfts, von Februar bis Anfang August, nur unter dem „Krähenbaum“ gesperrt. Die übrige Fläche mit Rutsche und Sandkasten ganzjährig genutzt werden kann. Es wird relativ geringfügig in die vorhandene Krähen-Kolonie eingegriffen und eine Umsiedlung über weitere Entfernungen, was ohnehin nicht praktikabel ist, nicht erforderlich.