DigitalPakt Schule startet

Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums tritt in Kraft

Mit dem Förderprogramm DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder die Digitalisierung an Schulen vorantreiben und so den Erwerb von digitalen Kompetenzen nachhaltig verbessern. Am 7. September tritt die entsprechende Verwaltungsvorschrift für Baden-Württemberg in Kraft. In den kommenden Jahren werden dem Land dafür rund 650 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums für die Umsetzung des DigitalPakt Schule in Baden-Württemberg wird im Amtsblatt des Kultusministeriums (Kultus und Unterricht) am 6. September 2019 veröffentlicht. Damit tritt sie einen Tag später in Kraft. Mit dem Förderprogramm wollen Bund und Länder die Leistungsfähigkeit der digitalen Bildungsinfrastruktur an Schulen stärken und so die Grundlagen zum Erwerb von digitalen Kompetenzen nachhaltig verbessern. Insgesamt fünf Milliarden Euro stellt der Bund dafür in den kommenden Jahren zur Verfügung, von denen etwa 650 Millionen Euro nach Baden-Württemberg fließen.

„Ich freue mich sehr, dass wir für Baden-Württemberg einen Haken hinter die Vorbereitung dieses wichtigen Vorhabens gesetzt haben, das unsere Schulen bei der Digitalisierung in den nächsten Jahren einen großen Schritt voranbringen wird“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Über den DigitalPakt Schule werden insbesondere Investitionen in den Aufbau oder die Verbesserung digitaler Infrastrukturen von Schulen gefördert. Beispiele sind die digitale Vernetzung und Verkabelung im Schulgebäude sowie auf dem Schulgelände oder die Einrichtung von WLAN. Auch digitale Endgeräte wie interaktive Tafeln und – unter bestimmten Voraussetzungen – mobile Endgeräte (Laptops, Notebooks und Tablets) sind förderfähig.

Um eine Verteilung der Fördergelder nach dem „Windhundprinzip“ zu vermeiden, wurden in Baden-Württemberg Budgets auf Basis der Schülerzahlen gebildet, die den Schulträgern bis 30. April 2022 reserviert zur Verfügung stehen. Die Prüfung und Abwicklung der Förderanträge übernimmt die L-Bank, bei der die Anträge ab dem 1. Oktober 2019 direkt eingereicht werden können. Schulen und Schulträger können aber bereits jetzt mit ihren Investitionen starten, da der vorzeitige Maßnahmenbeginn ab dem 17. Mai 2019, dem Inkrafttreten der Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern, zugelassen wird.