Deutsche Fahrradpreis 2015

AGFK-Kommunen ernten die Früchte ihrer Arbeit

Karlsruhe und Offenburg wurden für den Deutschen Fahrradpreis nominiert, Karlsruhe nahm ihn mit nach Hause. Tübingens OB ist die fahrradfreundlichste Persönlichkeit 2015. Was diese drei Spitzenreiter mit den anderen 49 AGFK-Kommunen vereint? Für sie ist jeder Tag der Tag des Fahrrads und das zahlt sich aus.
Zwar sind wir Deutschen laut CONEBI, dem europäischen Verband der Fahrradindustrie, die Europameister beim Kauf von Fahrrädern und nahezu jeder Baden-Württemberger besitzt ein Rad, doch werden nur rund acht Prozent aller Wege des Personenverkehrs in Baden-Württemberg auf dem Sattel zurückgelegt. Um das zu ändern, machen sich aktuell 52 Kommunen im Netzwerk der AGFK-BW für das Fahrrad stark: Denn es reicht nicht ein Rad zu haben, man muss es auch nutzen. Deshalb arbeiten die AGFK-Kommunen gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg täglich daran, dass Radfahren in Baden-Württemberg attraktiv und sicher zu machen und eine Radkultur zu etablieren. Ein Gedanke vereint alle AGFK-Mitglieder: Je mehr Menschen ihre Wege auf dem Fahrrad zurücklegen, desto mehr steigt die Lebensqualität in den Kommunen, weil mehr Rad weniger Lärm und Feinstaub bedeutet. „Das Rad verändert die Stadt. Nicht zuletzt, weil durch weniger Autos und mehr Fahrräder auch mehr Platz im städtischen Raum entsteht“, erklärt Michael Obert, Bürgermeister von Karlsruhe und Vorstandvorsitzender der AGFK-BW. „Auch auf die Volkswirtschaft hat Radfahren positive Effekte, denn radelnde Mitarbeiter sind gesünder und haben deswegen weniger Fehltage am Arbeitsplatz.“ Laut dem Branchenverband der Fahrradindustrie (ZIV) macht die Fahrradindustrie in Deutschland jährlich einen Umsatz von 16 Milliarden Euro. Knapp 280.000 Arbeitsplätze gibt es in der Fahrradindustrie in Deutschland. Radverkehrs-förderung ist also auch Wirtschaftsförderung.
Wie die Arbeit, so der Lohn: Auf dem Kongress zum Nationalen Radverkehrsplan in Potsdam wurde das Engagement von drei AGFK-Kommunen belohnt. Alle drei sind Gründungsmitglieder des Vereins und zeigen mit ihren Platzierungen, dass innovative Ideen, die den Radverkehr nach vorne bringen, honoriert werden.
„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnungen der AGFK-Mitglieder und wünschen uns, dass auch andere Kommunen in Baden-Württemberg, die noch nicht Mitglied im Netzwerk sind, sehen, dass Radverkehrsförderung mit der AGFK-BW sich auszahlt,“ erklärt Michael Obert.